Thermokoagulationstherapie

Synonyme

Radiofrequenztherapie, Hitzesonde, „heiße Nadel“, Thermokoagulation

 

Allgemeine Hinweise

Bei der Thermokoagulation handelt es sich um eine Schmerzbehandlung durch Erhitzung der Nervenenden unter Röntgenkontrolle. Hierbei werden mit einer ca. 04 mm dünnen High-Tech-Hitzesonde unter örtlicher Betäubung einzelne Nervenfasern verödet.

 

Anwendungsbereiche

Schmerzsyndrome:

Diese vier oben aufgeführten Diagnosen gehören zu den häufigsten Schmerzsyndromen überhaupt im Patientengut eines Orthopäden.

Sehr häufig chronifizieren die Beschwerden obwohl die ganze Palette der konservativen Behandlungen (Medikamentengabe, Physikalische Therapie, Injektionen, Krankengymnastik, Akupunktur, Stosswellentherapie etc.) nacheinander angewendet wurden und der Patient beginnt zu verzweifeln, weil offenbar nichts hilft.

Nun wurde von Dr. Dr. med. Uwe B. Siedow die von ihm seit über 10 Jahren mit großem Erfolg angewendete Radiofrequenzbehandlung an der Wirbelsäule weiterentwickelt.

In meinem Behandlungszentrum in der Praxisklinik Grünwald wurden inzwischen über 100 Patienten sehr erfolgreich (80% waren danach schmerzfrei) behandelt.

 

Wirkungsweise

Der operative Eingriff gehört zu den minimalinvasiven Techniken. Er kann in örtlicher Betäubung, aber auch bei empfindlichen Patienten in einer Schlafnarkose (Analgosedierung) durchgeführt werden.

Über einen sehr kleinen Hautschnitt wird der Sehnenansatz inzidiert und dann mittels der Thermokoagultionstechnik die kleinen, schmerzleitenden Nerven jeweils verödet.

Die Operation dauert nicht länger als 20 Minuten und nach einer kurzen Überwachungszeit von 30 Minuten kann der Patient wieder nach Hause gehen.

 

Risiken

Nebenwirkungen sind durch die minimalinvasive und sehr schonende Technik sehr selten. Aber auch bei größter Sorgfalt des Operateurs und seiner Mitarbeiter Komplikationen auftreten.

 

Entzündung

Jede Wunde oder jeder Einstich kann sich entzünden. In seltenen Fällen kann die Entzündung auf die Nachbarschaft des OP-Gebietes oder sogar auf den ganzen Körper übergreifen. Sie selber dürfen kein erhöhtes Infektionsrisiko beherbergen.

Bitte sagen Sie Bescheid, wenn Sie Fieber haben, sich krank fühlen oder irgendwo am Körper eine Infektion haben wie z.B. ein Furunkel, Abszess oder Eiterherd.

 

Nachblutung

Auch wenn bei Beendigung des Eingriffs keine Blutung zu erkennen ist, kann ein angestochenes Blutgefäß später wieder zu bluten beginnen. Vermeiden Sie bitte jegliche Wärmeanwendung nach dem Eingriff.

 

Nervenverletzung

Dies ist außerordentlich selten durch die vorher beschriebene Vorgehensweise, kann aber letztlich bei keinem Eingriff ganz ausgeschlossen werden. Insbesondere ist die Verletzung kleinster Hautnerven möglich, so dass es zu einer Herabsetzung des Gefühlsvermögens in umschriebenen Bereichen führen kann.

 

Schwellungen

Können kurzfristig auftreten, daher sollten am Operationstag jegliche Wärmeanwendungen unterlassen werden.